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Berufs- und Lebensplanung

Bildung ist der Schlüssel für die Entwicklung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Andererseits geht es um die individuellen Perspektiven hinsichtlich der Verwirklichung von Arbeitsmarkt- und Verdienstchancen sowie der gesellschaftlichen Teilhabe – gleichermaßen für Frauen und für Männer. Geschlechtstypische Festlegungen bei der Berufs-und Studienwahl und das Zusammenwirken von institutionellen und symbolisch-kulturellen Aspekten dieser Einschränkungen verhindern Chancengleichheit, ebenso wie die unterschiedliche Bewertung von personenbezogenen Dienstleistungsberufen und naturwissenschaftlich-technischen oder handwerklich-gewerblichen Berufen. Dem entspricht die historisch gewachsene Zweiteilung der Berufsbildung in das duale und vollzeit-schulische System, das Mädchen oder Jungen nach wie vor bestimmte Felder trotz gesellschaftlich veränderter Rollenbilder zuweist und damit individuelle Verwirklichungschancen behindert. 

  • Das Kompetenzzentrum ist Träger der Bundeskoordinierungsstellen für den jährlichen Aktionstag Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag (seit 2001) und den Boys’Day – Jungen-Zukunftstag (seit 2011), mit dem Schülerinnen und Schüler bundesweit ab Klasse 5 Einblicke in Arbeitswelten erhalten, die sie in der Regel nicht in ihre Zukunftsplanung einbeziehen. So lernen Mädchen gewerblich-technische oder handwerkliche Ausbildungsberufe oder akademisch MINT-Berufe in Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Betrieben kennen während Jungen getrennt in Kontakt mit sozialen, pflegerischen oder anderen Dienstleistungsberufen kommen. Mit der Geschäftsstelle für den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT“ verfolgt das Kompetenzzentrum das Ziel, das Potenzial von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels sichtbarer zu machen und zu fördern. Zum Erreichen dieses Zieles ist ein breites Bündnis aus Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Frauen-Technik-Netzen, Medien und öffentlichen Einrichtungen erforderlich. Expertinnen und Experten dieser Partner sind in die Planung und Ausgestaltung einbezogen. 
  • Für die Nachhaltigkeit von Projekten und Programmen ist eine systematische und übergreifende Verankerung der Vermittlung von Genderkompetenzen in der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fach- und Beratungskräften sowie die Gendersensibilisierung von Eltern als Ratgeber ihrer Kinder und der Öffentlichkeit wesentlich, um die Reflektion moderner vielfältiger Rollenbilder jenseits von Geschlechterklischees zur Grundlage einer Verwirklichung individueller Potenziale zu machen. Aber auch der Abbau struktureller Barrieren für junge Frauen als auch Männer ist notwendig, damit ihnen im gleichen Maß Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten eröffnet werden, die gleiche Chancen im weiteren Lebens- und Berufsverlaufs sichern.
  • Das Wissen über die Probleme, die Jungen vor allem aus bildungsfernen Elternhäusern, bei den Übergängen im Schulsystem und im Übergang Schule-Ausbildung haben und das Wissen über die Schwierigkeiten von Mädchen ihre höheren schulischen Leistungen und Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt in Verdienst- und Karriereoptionen umzusetzen, müssen alle Instanzen die Jugendliche begleiten und beraten nutzen, um ihnen gleiche Chancen in diesem bedeutsamen Lebensabschnitt zu eröffnen.

Individuelle Verwirklichungschancen schaffen - Berufswahlspektren von Mädchen und Jungen erweitern

Doro-Thea Chwalek auf der Boys'Day Initiativen-Tagung.

Bildung ist der Schlüssel für die Entwicklung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Andererseits geht es um die individuellen Perspektiven hinsichtlich der Verwirklichung von Arbeitsmarkt- und Verdienstchancen sowie der gesellschaftlichen Teilhabe – gleichermaßen für Frauen und für Männer. Geschlechtstypische Festlegungen bei der Berufs-und Studienwahl und das Zusammenwirken von institutionellen und symbolisch-kulturellen Aspekten dieser Einschränkungen verhindern Chancengleichheit, ebenso wie die unterschiedliche Bewertung von personenbezogenen Dienstleistungsberufen und naturwissenschaftlich-technischen oder handwerklich-gewerblichen Berufen. Dem entspricht die historisch gewachsene Zweiteilung der Berufsbildung in das duale und vollzeitschulische System, das Mädchen oder Jungen nach wie vor bestimmte Felder trotz gesellschaftlich veränderter Rollenbilder zuweist und damit individuelle Verwirklichungschancen behindert. 

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Je höher die Position, desto geringer der Frauenanteil

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Studentinnen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich wie auch die Beschäftigung von Frauen in Wissenschaft und Forschung kontinuierlich gestiegen. Trotzdem fällt der Frauenanteil in der Forschung mit 25 Prozent immer noch deutlich zu gering aus. Frauen sind in diesem Bereich zumeist in öffentlichen Forschungseinrichtungen beschäftigt: Die Frauenquote liegt an Hochschulen bei 35 Prozent und in staatlichen Einrichtungen bei 32 Prozent. Die größte Unterrepräsentanz von Frauen im Forschungsbereich zeigt sich bei den Unternehmen, hier liegt der Frauenanteil bei nur 13 Prozent.

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Vielfalt entdecken: Integration ausländischer Jugendlicher in das duale Ausbildungssystem

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gehen etwa 65 Prozent der Jugendlichen in Deutschland den Weg in die duale Berufsausbildung. Bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind es nur halb so viele, also etwa ein Drittel der Jugendlichen. Dabei ist der Wunsch nach einer dualen Ausbildung laut Befragungen und Studien bei beiden Gruppen mit rund 60 Prozent in etwa gleich hoch.

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Fachkongress "Männlichkeit im Wandel - Neue Wege für Jungs"

Der Fachkongress "Männlichkeit im Wandel - Neue Wege für Jungs" findet am 2. und 3. Dezember statt. Veranstalter ist das Projekt Boys'Day - Jungen-Zukunftstag | Neue Wege für Jungs.

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